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Hotel Grüne Tanne Mandelholz
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Die Geschichte des Hotels Grüne Tanne Mandelholz

1896
Restaurant zur grünen Tanne, auf einer alten Postkarte - weitere historische Fotos in der Bildergalerie
Karl und Minna Günther wohnten in einem Arbeiterhaus an der Kalten Bode. Karl arbeitete als Formmeister auf der Rothenhütte (Königshütte). Minna betrieb eine kleine Viehwirtschaft und kam eines Tages auf die Idee, mit Schmalzbroten, Milch und Buttermilch etwas dazu zu verdienen. Und da der Fremdenverkehr allmählich zunahm, stellte sie sich an die Straße und bot Speise und Erfrischung an. Das war die eigentliche Geburtsstunde des heutigen Hotels „Grüne Tanne" Mandelholz auf einer Höhe von 500 m ü. NN. Die erste bescheidene, Gaststätte, „Restauration v. A. Günther" genannt, lief anfangs unter dem Namen des Bruders (August).

1903 Es folgte der Bau einer größeren und schmucken Gaststätte „Zur grünen Tanne" mit einigen Fremdenzimmern. Sie wurde bekannt als Cafe und Ausflugsziel für Wanderer, Pferdekutschen und die ersten Automobile. 


Karl Günther jun. um 1980
1936
Nun erfolgte der Umbau durch den Sohn des Gründerehepaares, Karl Günther jun. und seiner Frau Margarete. Es entstand der charakteristische Gaststätten- und Hotelbau „Grüne Tanne". Karl jun. hatte in Elend den Kellnerberuf erlernt. Engagierte Frauen halfen im Familienbetrieb. Das war neben der Ideengeberin vor allem „Oma Pille", Mutter von Magarete G., eine hervorragende Köchin. Damals hatte man bereits 36 Gästebetten.


1952 Aus dem Krieg unbeschadet zurückgekommen, folgte der „Kampf“ mit den neuen Machthabern. Denn das 5 km-Sperrgebiet zum „Klassenfeind" wurde 1952 vorbereitet (es begann dann 100 m hinter der „Grünen Tanne"). Familie Günther passte da nicht ins Konzept. Sie wurden zwangsausgesiedelt und verbrachten zwei Jahre im Raum Halle. Nach der Rückkehr führten beide das Geschäft bis ein Jahr nach Karl Günthers 65. Geburtstag.


1975 fassten Karl und Magarete den Entschluss, Hotel
Die "Grüne Tanne" zu DDR-Zeiten als beliebtes Ausflugslokal
und Gaststätte an die HO (staatl. Handelsorganisation) zu übergeben. Zumal Tochter Ingeborg („Inge") Wewer inzwischen in die Bundesrepublik gegangen und dort auch im Gaststättengewerbe sesshaft geworden war. „Die HO kam nicht zurecht" (Inge). So „wurde das Hotel von der Betriebsdirektion Straßenbau Magdeburg als Schulungs- und Erholungsheim übernommen, der öffentliche Gaststättenbetrieb aber weitergeführt. Die Zimmer wurden frei vermietet, jährlich kamen rund 1000 Urlauber.


1990 Liesgret Wewer, Tochter von Inge Wewer, übernimmt zum 1. September 1990 die Geschicke des Hauses und baut dieses gemeinsam mit den Eltern aus. Es wird ein ansprechendes Hotel mit Restaurant und Cafe sowie jetzt 50 Betten, Saunagebäude mit Wellness-Bereich und einem Wintergarten für diverse kulturelle Höhepunkte gestaltet. Seit dem führt Liesgret Wewer das traditionsreiche Haus sehr erfolgreich und zur Zufriedenheit aller Gäste. 

Quelle: Chronik von Elend
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